22. Februar 2017

Welttag des Hörens: 3. März 2017

Hörverlust verursacht persönliche Einschränkungen und eventuell hohe wirtschaftliche Kosten

World Hearing Day 2017 - Foto: WHO(EUHA/Mainz, 22. Februar 2017) „Action for hearing loss: make a sound investment“ lautet das Motto der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den Welttag des Hörens 2017, der am 3. März stattfindet. Damit soll die Aufmerksamkeit auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Hörverlusten und im Gegensatz dazu auf die Kosteneffizienz von Interventionen gelenkt werden.

Deutschlandweit ruft der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie alle an der Versorgung Beteiligten auf, sich mit verschiedenen Aktionen am Welttag des Hörens einzubringen.

Auf den ersten Blick scheint es keinen Zusammenhang zu geben zwischen einem unversorgten Hörverlust und hohen Belastungen für Sozialversicherungen und Steuerzahler. Bei genauerem Hinsehen sind es die Folgekosten, die eine hohe finanzielle Belastung für die Gesellschaft darstellen.

Ein gut trainiertes Gehör sichert den Arbeitsplatz und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Für fast alle Arbeitnehmer ist es wichtig, gut zu hören. Jeder Arbeitslose kostete den Staat im Jahr 2014 laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Schnitt 19.600 Euro. Ein Hörsystem kostet – je nach Ausführung – einen Bruchteil davon und hält mehrere Jahre.

Weitere Folgen eines unversorgten Hörverlusts sind gesundheitliche Auswirkungen wie Demenz, Depressionen oder kognitive Einschränkungen. Durch die Therapie dieser Krankheiten entstehen ebenfalls Kosten, die den Sozialversicherungen zur Last gelegt werden. Aktuelle Studienergebnisse zeigen: Hörsysteme sorgen dafür, dass Menschen am sozialen Leben teilhaben und sich der Abbau der kognitiven Fähigkeiten genauso verhält wie bei Normalhörenden. Bei Menschen mit einem unversorgten Hörverlust erfolgt der kognitive Abbau bis zu 40 Prozent schneller als bei der Vergleichsgruppe ohne Hörverlust bzw. mit versorgtem Hörverlust durch Hörsysteme.

Unser Gesundheitssystem beugt hohen Folgekosten bereits vor. Das bundesweite Neugeborenen-Hörscreening sorgt dafür, dass Hörschäden bei Babys schon früh erkannt werden. Eine Versorgung mit Hörsystemen ermöglicht den Kindern eine altersgerechte Entwicklung – das spart Kosten für Folgetherapien!

„Jeder Einzelne kann dafür sorgen, dass ein Hörverlust frühzeitig erkannt wird. Ein kostenloser Hörtest beim Hörakustiker vor Ort ist der erste Schritt in Richtung gutes Hören“, rät Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker e. V.

Eine mit Hörsystemen kompensierte Hörminderung minimiert durch nachfolgende Krankheiten und Therapien verursachte Kosten und ist eine Investition in die Lebensqualität des jeweiligen Menschen. Das ist eine Qualität, die sich nicht allein mit Zahlen und Daten erfassen lässt, sich aber in Lebensfreude, Wohlergehen und sozialer Interaktion ausdrückt!

Quellen:
www.who.int/pbd/deafness/world-hearing-day/en/
www.welttag-des-hoerens.de/
www.sueddeutsche.de/news/karriere/arbeitsmarkt-studie-jeder-arbeitslose-kostet-19-600-euro-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160216-99-779488


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Foto: WHO


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