22. April 2015

Weltweit besser leben ohne Lärm

(Mainz, 23. April 2015) „Lärm – voll nervig!“ lautet das Motto des Tags gegen Lärm 2015. Schwerpunktthema in diesem Jahr ist die Geräuschbelastung von Kindern und Jugendlichen. Aktionstage wie dieser sind wichtig, damit das Thema Hören immer wieder ins Gedächtnis gerückt wird. Am „Tag gegen Lärm“ geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seinen Wirkungen zu richten und dadurch langfristig die Lebensqualität zu verbessern.

Tag gegen Lärm 2015 - Foto: contrastwerkstatt/fotolia.comWas oft vergessen wird, ist, dass sich auch während des Jahres ganz viele verschiedene Organisationen und Berufsgruppen für den Schutz des Gehörs einsetzen, zum Beispiel Hörgeräteakustiker. Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker e. V., ermuntert dazu, sich mit dem Thema Gehörschutz zu beschäftigen: „Hörgeräteakustiker sind nicht nur dazu da, Hörsysteme anzupassen, wenn das Gehör bereits geschädigt ist, sondern sie sind auch Experten in Sachen Gehörschutz. Moderner Gehörschutz hat nichts mit Genussverlust zu tun, sondern mit dem Schutz des Gehörs. Es gibt z. B. individuellen Gehörschutz, der vom Hörgeräteakustiker passgenau angefertigt wird, und sogenannten Standardgehörschutz, dieser ist industriell hergestellt. Ein Besuch beim Akustiker lohnt sich also bereits in jungen Jahren!“

Lärm und seine Auswirkungen sind ein internationales Thema. Laut WHO haben weltweit bereits rund 360 Millionen Menschen einen Hörverlust erlitten. Deshalb ruft die WHO zum Schutz des Gehörs auf und weist darauf hin, dass Lärm nicht nur körperliche, sondern auch psychische und soziale Folgen haben kann. Er kann u. a. zu Entwicklungsstörungen und Ängsten führen. Gerhard Niklaus, Präsident des Schweizerischen Fachverbandes der Hörgeräteakustik (Akustika), empfiehlt: „Unser Gehör ist 24 Stunden am Tag im Einsatz, wer ihm öfter mal eine Pause gönnt, Ruhe sucht, lärmige Umgebungen meidet oder sich davor schützt, schont sein Gehör und erhöht langfristig die Chance auf mehr Lebensqualität.“

Ideal ist es, wenn bereits Kinder und Jugendliche über verschiedene Möglichkeiten des Lärmschutzes informiert werden. Sie können von klein auf lernen, dass ein intaktes Gehör wertvoll und schützenswert ist. Peter Edlhauser, Präsident des Verbandes der Hörakustiker Österreichs (VHÖ), rät Kindern und Jugendlichen, die Lautstärke beim Musik hören öfter mal nach unten zu regulieren oder Kopfhörer mit Lautstärkebegrenzung zu nutzen. Denn einmal entstandene Hörschäden lassen sich nicht rückgängig machen.

Der Tag gegen Lärm ist nur einer von 365 Tagen. Schön, und vor allem gesünder, wäre es, wenn jeder Tag dazu genutzt werden könnte, den Alltagslärm ein wenig zu reduzieren – zu Hause, bei der Arbeit oder in der Freizeit, Gelegenheiten gibt es genug.

PDF-Download

Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com


Quellen:
www.tag-gegen-laerm.de/
http://chchearing.org/noise/day/
www.who.int/pbd/deafness/news/IECD/en/
www.hear-the-world.com/de/hoeren-und-hoerverlust/wie-laut-ist-zu-laut.html
www.euha.org


< >
Zurück


Tel: +49 (0) 61 31 / 28 30-14
Fax: +49 (0) 61 31 / 28 30-30
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Web: www.euha.org
Kontakt:
Europäische Union der Hörakustiker e. V.
Sabine Stübe-Kirchhof
Neubrunnenstraße 3
55116 Mainz
Presse-Informationen zum Internationalen Hörakustiker-Kongress finden Sie hier