3. März 2016

Gutes Hören für Kinder und Erwachsene!

Am 3. März ist der Welttag des Hörens. Auf internationaler Ebene engagiert sich die WHO. In Deutschland beteiligen sich über 1.800 Hörgeräteakustiker und HNO-Ärzte mit Aktionen und kostenlosen Hörtests.

(EUHA/Mainz, 3. März 2016) Die WHO setzt den Schwerpunkt in diesem Jahr auf den Schutz des Gehörs von Kindern. "Childhood hearing loss: Act now, here is how!“* – so lautet der Slogan der Kampagne. Weltweit haben 32 Millionen Kinder einen Hörverlust. Nur wer die Welt hört, kann sprechen lernen und sozial und schulisch am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Deshalb ist es wichtig, den Hörverlust möglichst früh zu erkennen und auszugleichen. Ursachen für den Hörverlust können genetische Faktoren, Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Lärm oder Geburtsschäden sein.

Die gute Nachricht zum Welttag des Hörens ist: Es gibt Hilfe! Deutschlandweit kann ein kostenloser Hörtest beim Akustiker vor Ort gemacht werden. Im Falle eines Hörverlustes berät der Hörgeräteakustiker über verschiedene Möglichkeiten einer auf den individuellen Bedarf abgestimmten Hörsystemversorgung.

Laut WHO sind 60 Prozent der kindlichen Hörschäden vermeidbar. Die WHO ruft dazu auf, folgende Maßnahmen umzusetzen: Die empfohlenen Impfungen sollten genutzt werden, damit das Infektionsrisiko sinkt. Neugeborenen-Hörscreening und Screening von Schulkindern ist wichtig, um frühzeitig auf den Hörverlust reagieren zu können. Es wird empfohlen, die Belastung durch Umgebungslärm und durch das Hören von lauter Musik so gering wie möglich zu halten. Die Aufklärung darüber, wie Gehör geschützt und wie ein Hörverlust ausgeglichen werden kann, trägt ebenso dazu bei. Der Gewinn an Lebensqualität durch das Tragen von Hörsystemen sollte allen Menschen bewusst sein. Wer nicht gut hört, hat weniger Freude, am sozialen Leben teilzuhaben. Oft beginnt ein Verlust schleichend, es gibt beispielsweise Missverständnisse beim Telefonieren, oder Gespräche auf Partys, in Restaurants oder beim Einkaufen werden schwieriger. Menschen mit Hörverlust können mit der Zeit unsicher werden, das Selbstbewusstsein schwindet. Sie ziehen sich aus dem sozialen Umfeld zurück.

Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker e. V., rät dazu, den Welttag des Hörens zum Anlass zu nehmen, einen (Ge-)Hör-Check beim Akustiker zu machen: „Jeder Tag sollte ein ,Tag des Hörens‘ sein, nämlich dann, wenn Ohren mit Gehörschutz geschützt und per Hörtest überprüft werden, ob das Verstehen in Ordnung ist.“

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* Kindlicher Hörverlust: Jetzt handeln, gewusst wie!

Quellen:
www.who.int/pbd/deafness/world-hearing-day/en/
www.ear-fidelity.de/kampagne/tag-des-hoerens/
www.hno-aerzte.de/index.php?detail=true&subblockid=4938&mainmenuid=4&submenuid=17

 

WHO - childhood hearing loss 2016 - Grafik: WHO


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Grafik: WHO


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