55. Internationaler Hörgeräteakustiker-Kongress 2010

Erfolgreiche Kongresstage in Hannover:

55. Internationaler Hörgeräteakustiker-Kongress stellt Innovationen für optimales Hören vor

Die Bilanz des 55. Internationalen Hörgeräteakustiker Kongresses in Hannover kann sich sehen lassen:

100 Aussteller, 20 Expertenvorträge, ein Roundtable, zwei Workshops und mehr als 60 Journalisten sorgten vom 13. bis 15. Oktober 2010 für aktuelle Informationen und intensiven Austausch. Mehr als 2.200 Besucher aus 70 verschiedenen Ländern wurden an jedem der drei Kongresstage gezählt.

Thematisch dreht sich der Kongress um Prophylaxe, Hörerhalt und die Rehabilitation von Hörverlusten sowie der bestmöglichen Wiederherstellung dieser wichtigen Wahrnehmungsfunktion. Aufgezeigt und diskutiert wurde das in den vielen Fachvorträgen. Hier spielten neben den neuesten Erkenntnissen aus der medizinischen und audiologischen Forschung vor allem die individualisierte Anpassung und Benutzersteuerung von Hörsystemen eine wichtige Rolle. Zudem wurden aktuelle Entwicklungen im Bereich der Hörgerätetechnik sowie speziell für Kinder entwickelte Techniken aus dem Bereich der Hördiagnostik und des Sprachverstehens vorgestellt.

Wegweisend

Der Internationale Hörgeräteakustiker-Kongress ist in jedem Jahr wegweisend, was die Präsentation und Diskussion von Innovationen zum Nutzen Minderhöriger betrifft. Wegweisend war in diesem Jahr auch ein grüner Teppich: Er empfing die vielen Besucher gleich im Eingangsbereich und leitete sie fortan zu allen wichtigen Orten des Kongress- und Ausstellungsgeschehens. Diesen Weg beschritt mit großem Interesse auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Zuvor hatte er in seinem Festvortrag zum Thema „Den Anliegen des Mittelstandes Gehör verschaffen“ nicht nur viel Humor bewiesen, sondern auch optimistische Zukunftsprognosen für die Hörgeräteakustiker-Branche formuliert.

Innovationen

In der Ausstellungshalle warteten 100 Herstellerfirmen mit ihren Innovationen aus der Hörgeräte-Technologie: Winzige Mikrochips, mit bis zu 200 Millionen Arbeitsschritten pro Sekunde, korrigieren individuellen Hörverlust und technologische Weiterentwicklungen ermöglichen ein immer besseres Sprachverstehen. Neue Im-Ohr-Modelle können bis zu vier Monate im Ohr bleiben und sind für Betrachter unsichtbar. Generell werden Hörgeräte immer kleiner, lassen sich „wireless“ - sogar per Mobiltelefon -, fernsteuern und sind mit TV-Geräten, Mobiltelefonen und MP3-Playern kompatibel.

Events für Journalisten

Für Journalisten gab es vorweg eine Messeführung. An verschiedenen Stationen wurden anhand von Kurzvorträgen, Interviews mit Betroffenen und ausgebildeten Hörgeräteakustikern erörtert, wie moderne Hörsysteme funktionieren, welche technischen Raffinessen neu sind und welches handwerkliche Know-how notwendig ist, um die kleinen Computer zielgerichtet auf individuelle Hörverluste einzustellen.

Im Rahmen einer Sonderausstellung wurden die 13 Produkthighlights 2010 auf beleuchteten Stelen präsentiert. Jürgen Matthies, stellvertretender EUHA-Vorsitzender, lobte die immer kleiner werdenden technischen Wunderwerke und stellte neueste Designs vor. Erstmals wurden auch Innenansichten von Hörsystemen gezeigt, dadurch konnte sehr anschaulich vermittelt werden, wie kompliziert und dicht die Technik innerhalb des Gehäuses der Hörsysteme ist. Apropos klein: Hörsysteme können heute schon so klein gebaut werden, dass teilweise zu größeren Modellen gegriffen werden muss, damit die genutzten Techniken von den Endverbrauchern auch sachgemäß bedient werden können.

Zusammenarbeit

Auf dem Kongress zeigte sich, wie wichtig das Zusammenspiel von neuesten Technologien, aktueller Forschung und handwerklichen Können für eine optimale Versorgung von Hörgeräteträgern ist und in Zukunft sein wird. Der Vorsitzende der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker e.V., Martin Blecker, betonte, dass optimales Hören neben der technischen Entwicklung vor allem durch die Arbeit des Hörgeräteakustikers gewährleistet wird: Er versteht die Technik und programmiert sie nach den individuellen Bedürfnissen des Schwerhörigen in die unterschiedlichen Hörsysteme ein.

50 Jahre Engagement für Qualifikation

Um den hohen Standard der Versorgung des Schwerhörigen durch den Hörgeräteakustiker zu gewährleisten, engagiert sich die EUHA seit 50 Jahren für eine hochqualifizierte Fort- und Weiterbildung der Hörgeräteakustiker. Dafür wird sie sich auch in Zukunft einsetzen und den lebendigen Dialog und Austausch innerhalb der Branche fördern.


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