51. Internationaler Hörgeräteakustiker-Kongress 2006

ein Tag für die Medien

Orientierung geben, die Trends und Highlights herausfiltern, Kontakte zu Firmen herstellen und alle relevanten Informationen passgenau an die Presse weitergeben – dieser Herausforderung hat sich die EUHA auch in diesem Jahr wieder gestellt.

Zum besonderen Service für Journalisten am 18. Oktober gehörten: ein Pressecounter, eine Messeführung und eine Ausstellung (Showroom) mit Otoplastiken. Etwa 50 Journalisten besuchten den ersten Kongresstag. Gut die Hälfte von ihnen nahm an der Messeführung teil.

Messerundgang mit fünf Stationen

Fünf Stationen standen auf dem Programm des zweistündigen Messerundgangs. An jedem Stand hielt ein Firmenmitarbeiter einen Kurzvortrag und stand für Nachfragen zur Verfügung. Welche Ansprüche haben die „neuen Senioren“ an Hörsysteme? Dr. Birgitta Gabriel von Siemens präsentierte „Centra Active“, ein Hörsystem mit Akkusystem und Reinigungsmodus in einem. Wie wichtig das Design neben einer ausgereiften Technik ist, erläuterte Stefan Schmidt bei Oticon am Beispiel von „Delta“, einem Hörsystem, das 2006 mit dem renommierten red dot design award ausgezeichnet worden ist. Komfortabel soll es sein, wenig auffallen, wenig „einschränken“: Die offene Versorgung geht in die zweite Generation. Dieter Fricke von GN ReSound verblüffte mit „Pulse“ (das mittels „intelligenter Ladestation“ ebenfalls den Weg der aufladbaren Batterien beschreitet) die Besucher. Einseitig taub - hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Versorgung. Wolfgang Huep von bruckhoff & partner erläuterte die Funktionsweise und die Vorteile der „Hörbrille“. Ein Hörsystem, das lernen und sprechen kann, stellten Birgit Ramin und Wolfgang Bennedik von Phonak vor: die „Verve Steinway Edition“, die in Kooperation mit dem weltweit bekannten „Pianohaus“ Steinway & Sons entwickelt wurde.

Neue Otoplastiken: Bunt darf es sein

Im Showroom wurden Otoplastik-Exponate der Firmen Dreve, egger und Heba gezeigt. Bunt und phantasievoll oder klassisch und unauffällig - für jeden Geschmack etwas. Dass Ohrpassstücke mehr sein können als notwendige Bestandteile von Hörsystemen, bewiesen zahlreiche „Schmuckotoplastiken“. Ob Blume, Papagei oder Auge: die Otoplastik hat das Zeug, zum modischen Accessoire zu werden. Für Fragen und Erläuterungen stand Hörgeräteakustiker Göran Schmidt (Hörgeräte Bonsel) zur Verfügung.

Hörsysteme - auf dem Weg zu Designklassikern?

Ästhetik und Gestaltung, Form und Farbe: Einer der wichtigsten Trends der letzten Jahre ist der Focus auf das Design von Hörsystemen. Präsentiert wurden im Showroom die mit dem red dot design award ausgezeichneten Hörsysteme der Firmen GN ReSound, Phonak, Hansaton und Oticon.

Im Selbstversuch: Verstehen durch Erleben

Mit Hilfe des Audiokoffers der Firma Interton konnten die Journalisten das Hören mit einem Hörsystem erleben. Die Klang-, Musik- und Sprachbeispiele der Simulations-CD begeisterten die Journalisten ebenso. Wer Tinnitus beispielsweise nur aus Berichten kennt, konnte sich hier einen Höreindruck verschaffen, was Betroffene zu ertragen haben.