UEP-Preis 2018

Der 29th Congress of the Union of the European Phoniatricians (UEP) fand vom 13. bis 16. Juni 2018 in Helsinki (Finnland) statt.

Die Europäische Union der Hörakustiker e. V. (EUHA) setzt mit dem European Phoniatrics EUHA Hearing Award ein Zeichen für besondere Forschungsarbeiten und demonstriert damit die traditionell gute Zusammenarbeit mit der Union der Europäischen Phoniater (Union of the European Phoniatricians, UEP). Zweck der Zusammenarbeit ist es, Wissen auszutauschen über das, was der Partner in der patientenorientierten und arbeitsteiligen Betreuung der Patienten zu leisten vermag, und voneinander zu lernen. Besondere Gewichtung liegt dabei auf der Pädakustik, Diagnostik, Prophylaxe und Rehabilitation.

Am 15. Juni 2018 hat die EUHA den dritten European Phoniatrics EUHA Hearing Award in Helsinki verliehen. 2018 wurden erstmals vier Preisträger für ihre besonderen Forschungsarbeiten zu den Bereichen Schutz vor Ototoxie, Sprachprogramm für Kinder mit Cochlea-Implantaten, Hörverlust und Strahlentherapie sowie subjektive Erfassung von Hörverlusten ausgezeichnet.

Dr. med. Sergiu Scobioala durfte den ersten Preis entgegennehmen. Er ist Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie am Universitätsklinikum Münster und hat den Preis für seine Forschungen zum Thema „Impact of radiation technique, radiation fraction dose, and total cisplatin dose on hearing“ (Einfluss der Bestrahlungstechnik, der Fraktionsdosis und der Cisplatin-Gesamtdosis auf das Gehör) bekommen.

Der zweite Preis ging an Dr. rer. nat. Claudia Lanvers-Kaminsky. Die Apothekerin ist an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Bereich der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Münster tätig und erhielt den Preis für ihre Untersuchung „Human OCT2 variant c.808G>T confers protection effect against cisplatin-induced ototoxicity“ (Humane OCT2-Variante c.808G>T bewirkt Schutz gegen Cisplatin-induzierte Ototoxizität).

Der dritte Preis wurde gleich zweimal verliehen. Der Phoniater Prof. Dr. Tamer Abou-Elsaad von der medizinischen Fakultät der Universität Mansoura, Ägypten, hat ihn für seine Forschungen zum Thema „Developing a new software program 'Karawan' for the habilitation of pre-lingual Arabic-speaking cochlear implanted children“ (Entwicklung des neuen Softwareprogramms 'Karawan' zur Habilitation von prälingual mit Cochlea-Implantat versorgten arabischsprachigen Kindern) erhalten. Ebenfalls wurde Privatdozent Dr. med. habil. Jan Löhler mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Er entwickelte einen Fragebogen, anhand dessen subjektive Hörverluste erfasst werden können. Die Arbeit des niedergelassenen Hals-Nasen-Ohren-Arztes trägt den Titel „Sensitivity and specificity of the abbreviated profile of hearing aid benefit (APHAB)“ (Sensitivität und Spezifität des Abbreviated Profile of Hearing Aid Benefit (APHAB)).

Die Arbeiten der Preisträger stehen Ende 2018 an dieser Stelle zur Verfügung.